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Aktuell

Europäische Chemikalien Agentur (ECHA) prüft Verbot bleihaltiger Munition

In der Untersuchung geht es neben den Auswirkungen von bleihaltiger Munition für die Jagd außerhalb von Feuchtgebieten, auch um Munition für das sportliche Schießen auf Outdoor-Schießständen. Indoor-Schießstände sollen (zunächst) ebenso wie die Munition von Militär, Polizei und Sicherheitskräften nicht Gegenstand der Untersuchung sein.

In diesem Beschränkungsverfahren können bis zum 16. Dezember 2019 von betroffenen Firmen, Verbänden und Institutionen aber auch von Privatpersonen über einen Online-Fragebogen ("Call for Evidence") Informationen und Stellungnahmen in den Diskussionsprozess eingebracht werden (Hier geht es zum Online-Fragebogen).

In dem Fragebogen geht es unter anderem um die Mengen an bleihaltiger Munition im EU-Markt, die möglichen Auswirkungen von Blei auf die Umwelt, den Verzehr von mit bleihaltiger Munition erlegtem Wildfleisch, Best-Practice-Beispiele für das Blei-Management in Indoor- und Outdoor-Schießständen sowie eine Beurteilung von Kosten und Nutzen eines Verbots von bleihaltigen Stoffen für die unterschiedlichen betroffenen Gruppen.

Im Anschluss an die Eingabefrist in den Online-Fragebogen wird es Anfang 2020 noch zu einem Workshop für beteiligte Interessengruppen kommen, ehe die ECHA bis Oktober 2020 den angefragten Bericht verfasst. Sollte die ECHA aufgrund der anstehenden Untersuchungen Restriktionen für die Nutzung bleihaltiger Munition als nötig erachten, wird sie dies als Vorschlag bis Oktober 2020 öffentlich der Europäischen Kommission mitteilen.

Bis dahin wird sich der Deutsche Schützenbund in Abstimmung mit weiteren betroffenen Partnern auf nationaler wie auch internationaler Ebene, u.a. mit der Beantwortung des Online-Fragebogens, mit Nachdruck in den Konsultationsprozess einbringen. Punkte sind beispielsweise die Notwendigkeit und Verbreitung bleihaltiger Munition sowie die Bedeutung des Schießsports in der Gesellschaft generell und die wirtschaftliche Bedeutung des Schießsport als Freizeitaktivität. Als Experte steht dazu der renommierte finnische Wissenschaftler, Honorarprofessor Dr. Jorma Jussila, dem Verband beratend zur Seite. Neben Gesprächen auf politischer Ebene in Berlin und Brüssel, wo u.a. der Direktor des EU-Büro des Sports Folker Hellmund eng eingebunden ist, wird der DSB auch bei einem Workshop des World Forum on Shooting Activities (WFSA) kommende Woche in Brüssel vertreten sein, um sich dort mit weiteren Interessenvertretern zum Thema „bleihaltige Munition“ zu vernetzen.

Durch ein abgestimmtes Vorgehen und eine Bündelung der Kräfte werden wir gemeinsam mit den nationalen und internationalen Partnern versuchen, Restriktionen für die Nutzung bleihaltiger Munition für den Schießsport abzuwenden.

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Tue, 19 Nov 2019 12:07:25 +0100

Weltcup-Finale Armbrust: Bronze für Forstner, Gold im Mixed-Team

Im neuen Schießstand der Kgl. Priv. FSG „Der Bund“ in Allach standen bei der Premiere des Weltcup-Finals die besten Armbrustschützen der Welt an der Schießlinie, um sich ein letztes Mal in dieser Saison zu messen. Für Deutschland am Start: Die besten Acht des Landes, die sich auf Grund ihrer starken Leistungen bei den vergangenen Weltcups und der diesjährigen Weltmeisterschaft in Ulyanovsk (RUS) qualifiziert hatten. Dass die DSB-Schützen zur Weltspitze gehören, bewies Sandra Reimann bereits im Vorkampf. Mit 394 Ringen qualifizierte sich mit dem Tagesbestergebnis bei den Frauen souverän für das Finale der besten Acht, genauso wie ihre deutschen Kolleginnen Chantal Klenk und Lisa Forstner. Während Reimann sich durch eine Achter-Wertung die Medaillenchancen nahm und auf Platz fünf ausschied, legte Lisa Forstner einen tollen Schlussspurt hin, nachdem sie das Finale zunächst mit einer Acht schwach begonnen hatte. Sieben Zehner in Folge bescherten ihr am Ende aber die Bronzemedaille hinter den beiden Russinnen Ekatarina Parshukova und Anna Sushko, die Gold im Shoot-Off entschieden. Chantal Klenk wurde Siebte, Britta Weil Neunte. Michaela Walo sagte ihren Start auf Grund einer langwierigen Fußverletzung ab.

Bei den Männern schafften es mit Markus Peschel (388 Ringe) und Manuel Wittmann (386 Ringe) zwei Deutsche ins große Finale. Bereits tags zuvor glänzte Wittmann zusammen mit seiner Mixed-Partnerin Lisa Forstner. Das Team qualifizierte sich im Bayern-Cup als Vorkampf-Zweiter für das Finale und landete dort durch eine souveräne Vorstellung mit 196 Ringen vor den drei russischen Teams und wurde mit Gold belohnt. „Lisa und ich haben einen sauberen Wettkampf abgeliefert, dass wir dazu auch noch gewonnen haben, hat mich natürlich sehr gefreut“, so Wittmann nach dem Wettkampf.  Nicht ganz so rund lief es hingegen im Einzel-Finale für Wittmann. Nachdem Peschel auf Grund eines Trauerfalls nicht am Finale teilnahm, musste er alleine die deutschen Fahne hochhalten, doch das Glück war dieses Mal nicht auf der Seite des Deutschen. Ringgleich mit dem Zweit- und Drittplatzierten schied er auf Grund des schlechteren Vorkampfergebnisses aus. Gestochen wird bei Gleichstand nach dem neuem Reglement nämlich nur auf der Position eins. Und so musste er sich mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Ähnlich erging es auch Thomas Aumann, der zum letzten Mal die internationale Bühne betrat und sich von dieser als Neunter verabschiedete. „Es hat noch einmal richtig Spaß gemacht, wobei es für mich schade war, dass ich nur um einen Ring am Finale der besten Acht vorbeigeschossen habe. Alles in allem habe ich das geschossen, was ich in Moment kann, deshalb kann ich jetzt beruhigt mit der Nationalmannschaft aufhören.“ Louis Fürst kam als Zehnter ins Ziel. Gold ging am Ende an den Russen Stanislav Kuznetsov.

Gerhard Furnier, DSB Vizepräsident Sport, zeigte sich vom neuen Armbrust-Event begeistert: „Das erste Weltcupfinale der IAU im Wettbewerb 10 m war für den Deutschen Schützenbund ein voller Erfolg.“ Den Wert des Wettbewerbes bestätigte auch die Anwesenheit des Präsidenten Pero Stojnic, des Europapräsidenten Harald Lugmeier und des TK-Chefs Christian Hunzinger, die extra für das Weltcup-Finale nach München gereist sind. „Der Deutsche Schützenbund wird die Entwicklung mit Aufmerksamkeit verfolgen“, so Furnier, denn Platz drei durch Lisa Forstner, die weiteren Finalplatzierungen und der Mixed-Titel hätten „die Stärke der deutschen Armbrustschützen“ gezeigt.

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Tue, 19 Nov 2019 10:55:29 +0100